Aktuell beschäftigt Medien und Politik ein Thema ganz besonders: Die Frauenquote in Führungsebenen. Ich finde beides super, die Frauenquote und die Berichterstattung darüber.
Es hat ohnehin lang (zu lang!) gedauert, bis dem Thema Frauenquote endlich die politische Aufmerksamkeit zu Gute kam, die es verdient. Seit Jahren kommen in regelmäßigen Abständen dieselben, ernüchternden Zahlen: Nur ein verschwindend kleiner Bruchteil der Spitzenposten in deutschen Firmen ist mit Frauen besetzt. Und das obwohl die Unternehmen sich vor über zehn Jahren selbst verpflichtet hatten, mehr Frauen in Führungspositionen zu bringen. Bisher können sich die Herren Manager zu nichts weiter beglückwünschen, als dass die exklusive Maschinerie der Old-Boys-Netzwerke nach wie vor läuft wie geschmiert. Frauen (oder auch Ausländer) schauen zu.
Ursula von der Leyen will nun eine Frauenquote einführen. Schlicht, weil die Sache mit der Selbstverpflichtung offensichtlich nicht funktioniert. Und weil es Zeit ist, das sich etwas verändert in den Männerbünden der Vorstände und Aufsichtsräte. Das Beispiel Norwegen zeigt, dass eine solche Maßnahme richtig ist und zu den gewünschten Effekten führt. Wenn per Quote erst einmal ein gewisser Standard erreicht ist und Frauen in Führungspositionen zu einem ebensolchen geworden sind, braucht es auch keine Quote mehr. Doch bis das passiert, ist die Quote der einzige Weg, wie die unveränderte Undurchlässigkeit deutscher Führungsebenen in den letzten Jahren gezeigt hat.
Wer sich Quotengegnern streiten muss, findet bei der Mädchenmannschaft ein sehr erhellendes Argument. Die Sache einmal umgedreht, stellt sich die derzeitige Situation als geradezu absurd ungerecht heraus: Oder was soll frau sonst zu einer Männerquote von 98% in deutschen Vorständen sagen?
Dienstag, 1. Februar 2011
Auf dass die Quote kommt!
Eingestellt von Steffi um 19:07
Labels: Feminismus
Abonnieren
Kommentare zum Post (Atom)

0 Kommentare:
Kommentar veröffentlichen